GanPS 4.0

Erfolgreicher Transferworkshop am 20.11.2018 in Leverkusen
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Projekt: Industrie Arbeit 4.0 für KMU im Rahmen Ganzheitlicher Produktionssysteme (GanPS40)

Koordinator: Dr. Hanjo Bergfeld, Lindenhof 32, 42657 Solingen
Tel.: 0212 248130
E-Mail: dr.hanjo.bergfeld@dr-bergfeld.de

Projektlaufzeit: 01.11.2016 bis 31.01.2019

Projektpartner und -aufgaben

Dr. Bergfeld Schmiedetechnik GmbH, Solingen
Fertigung von Schmiedeteilen: Entwicklung und Erprobung von IT-gestützten Instrumenten zur Optimierung der Prozesssteuerung

TeroLab Surface GmbH, Langenfeld
Oberflächenbeschichtung: Erprobung entwickelter IT-gestützten Instrumente zur Optimierung der Prozess- und Auftragssteuerung

Hettig German Precision e.K., Solingen
Produktion hochpräziser Dreh- und Frästeile: Teilprojekt Auftrag Qualität

MA&T Sell & Partner GmbH, Würselen
Beratungsunternehmen: Leitfaden, Handbuch, Transfer und Öffentlichkeitsarbeit

Es werden 2 Betriebsprojekte in ungeförderten Betrieben durchgeführt:

VITS Technology GmbH in Langenfeld/Rheinland:
Imprägnieranlagen: Erprobung entwickelter Instrumente zur gezielten (lebenslangen) Personalentwicklung im digitalen Wandel

Emil Nickisch GmbH Burscheid:
Fertigung von Präzisionsmetallteilen: Erprobung entwickelter IT-gestützten Instrumente zur Steigerung der Wertschöpfung und der Qualität

KMU-innovativ: Produktionsforschung
Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen erzielen rund die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung in Deutschland. Forschung, Entwicklung und Qualifizierung nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Investiert man heute in diese Bereiche, führt dies zu neuen Arbeitsplätzen und zu einem sicheren Lebensstandard in der Zukunft. Besondere Bedeutung nehmen hier kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein.

Im Rahmen der Hightech-Strategie verfolgt das BMBF mit der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Produktionsforschung" das Ziel, das Innovationspotenzial von KMU zu stärken sowie die Forschungsförderung im Rahmen des Programms „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" insbesondere für KMU attraktiver zu gestalten. Ein wichtiger Innovationsmotor ist die enge Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Deren Zusammenarbeit zu stärken und Abläufe zu straffen ist eines der spezifischen Ziele von „KMU-innovativ: Produktionsforschung“. Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die in der Regel wenig eigenes Forschungspersonal haben, sind auf den wissenschaftlichen Input von außen angewiesen. Mit KMU-innovativ bekommen Forschungseinrichtungen und KMU ein Instrument an die Hand, das durch seine themenoffene Gestaltung und kurze Verfahrensdauer die Innovationskraft der Produktionstechnologie weiter stärkt.

Große Chancen für kleine und mittelständische Unternehmen
Besonders KMU müssen trotz strukturell geringer Finanzkraft mit knappen Managementkapazitäten hochkomplexe Fertigungen innovativ und produktiv gestalten. Neben steigenden Ansprüchen an Produktkomplexität und -zuverlässigkeit werden diese auch zunehmend individueller. Die Stückzahlen sinken, Mitarbeiter rüsten pro Schicht häufiger. Mehr Daten müssen in kürzerer Zeit online von der Entwicklung zum Einkauf sowie in der Produktion verfügbar gemacht werden. Um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, wurden die Prozesse zwar bereits mit bekannten Methoden effizienter Produktionen optimiert, doch diese stoßen im Zeitalter der immer und in Echtzeit zur Verfügung stehenden Informationsanforderungen an ihre Grenzen. Wissenschaftliche Erkenntnisse hierzu können KMU nur eingeschränkt nutzen, da Forschungsprojekte sich mehrheitlich auf die Umgebung von Großbetrieben fokussieren. Weiterhin mangelt es KMU in der Regel an Entwicklerkapazitäten zum systematischen Einsatz neuer technologischer Optionen. Sie können sich keine Fehlinvestitionen leisten. Die Wirkungen auf andere Prozesse, beispielsweise bei Einführung von Datenbrillen, 3-D-Druckern etc., müssen a priori bedacht sein. Insbesondere Arbeitsbedingungen inkl. Qualifikation und Akzeptanz sind elementare Voraussetzungen.

Ziel des KMU-innovativ GanPS40 ist daher die Entwicklung KMU-fähiger, übertragbarer, aber einzelbetrieblich anpassbarer Strategien, die in den beteiligten KMU entwickelt, erprobt, evaluiert und verbreitet werden.

Zur Erreichung des Ziels werden erstmalig Industrie 4.0 Komponenten, wie z. B. die Erhebung von zusätzlichen Daten mittels Sensoren, die automatisch weitergeleitet werden, berücksichtigt. Mit Unterstützung der Mitarbeitenden können diese durch optische Informationstechnik, mit z. T. bereits etablierten Prinzipien zu einer ganzheitlichen Produktion (GPS) kombiniert werden. Hierfür werden im ersten Schritt geeignete 4.0-Komponenten selektiert, auf ihre KMU-Tauglichkeit hin geprüft und je nach Ergebnis in den Unternehmen erprobt und angepasst. So entstehen nicht nur tatsächlich für KMU geeignete Instrumente und Verfahrensanleitungen zur Implementierung von Industrie 4.0 Komponenten, sondern es entstehen auch branchen- und zielgruppenspezifische Leitfäden mit Praxisbeispielen, die aufzeigen, wie eine Kombination von GPS und Industrie 4.0 möglich ist.

Die Kooperation der KMU untereinander wird sowohl auf der Arbeitgeber- als auch auf der Arbeitnehmerseite sowie in der Branche und der Region Synergieeffekte auslösen. Ergänzend werden die aufbereiteten Ergebnisse in Zusammenarbeit mit Transferpartnern, wie der IG Metall und einigen Arbeitgeberverbänden in der Breite publiziert, um eine dauerhafte Wirkung der Projektergebnisse über die Projektlaufzeit hinaus zu gewährleisten. Auf diese Art und Weise soll ein erprobtes Vorbild für die KMU-taugliche Gestaltung von ganzheitlichen Produktionssystemen geschaffen werden, damit sich auch kleine Unternehmen an das Thema herantasten können, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

 

Transferpartner sind der Unternehmerverband uvrw Leverkusen, die IG Metall (Geschäftsstellen Köln-Leverkusen und Remscheid sowie die Vorstandsverwaltung Frankfurt), die Technologieberatungsstelle beim DGB NRW e.V., die bsb-Betriebsräte-Beratung Köln sowie die InoWis GmbH Opladen.